Belgisches Bier

dekor-linieBelgisches Bier gehört zu den sortenreichsten der Welt. Die Belgische Braukunst wurde 2016 ins UNESCO-Weltkulturerbeverzeichnis aufgenommen. Entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Sortenvielfalt hatte das belgische „Emile Vandervelde-Gesetz“ von 1919, das den Verkauf von Spirituosen in Bars verbot, und damit eine Nachfrage nach Bier mit einem höheren Alkoholgehalt erzeugte. Das Gesetz wurde erst 1983 aufgehoben. Es gibt es etwa 140 Brauereien im Land, die ungefähr 500 „normale“ Biere herstellen. Zusammen mit speziellen Bierarten gibt es mehr als 1.600 belgische Biervarianten.

Fass- und Flaschenbiere

Belgischen Biere werden überwiegend in Flaschen verkauft, da sie noch in der Flasche nachreifen können und während einer Lagerzeit von 2-3 Jahren bei einer Lagertemperatur von 4-10° C noch an Geschmacksnuancen gewinnen können. Die Flaschen sind braun oder dunkelgrün getönt, um negative Einflüsse des Lichts auf das Getränk zu vermeiden und oft mit einem Korken, einem Kronenkorken oder beiden verschlossen. Einigen Bieren wird in der Flasche Hefe für einen zweiten Endgärungsprozess zugesetzt, beispielsweise dem “Trappistenbier”. Anders als in Bayern darf man in Belgien mit natürlichen Zutaten das Bier während des Brauprozesses verfeinern. Das Resultat sind überraschende und äußerst vielseitige Geschmackserlebnisse.

Ausschank und Gläser

Prinzipiell gibt es für jedes Bier ein individuelles Glas. Außer der Grundgestalt des Glases (Kelch mit breiter Öffnung, geschwungenes Tulpenglas, schmales Pilsenerglas usw.) wird jedes Glas mit einem Firmenzeichen oder Namen bedruckt. Die verschiedenen Grundformen sollen den Geschmack und das Aroma des jeweiligen Biers optimal transportieren. Jedes Bier wird mit seiner „idealen“ Temperatur, die normalerweise im Rahmen der Kellertemperatur bei 8–12 °C liegt, und im passenden Glas serviert.

Schokolade und Bier: Wie gut das zusammen passt, zeigt die Craft-Beer-Szene immer wieder.

Belgische Schokolade

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Belgische Schokolade wird (wie auch die Schweizer Schokolade) besser bzw. länger und öfter congiert (eine Art “walken” der flüssigen Schokolade), dadurch wird sie von der Struktur und vom Geschmack her feiner. Kenner sind überzeugt: Die besten belgischen Pralinen kommen aus Brüssel. Dort wurde 1912 die Praline erfunden.

Hochwertige Inhalte

ambao

Nachdem innerhalb der EU die Verwendung von Kakaobutter-Austauschstoffen erlaubt wurde, rief die belgische Regierung die Kollektivmarke Ambao ins Leben. Sie garantiert die Verwendung reiner Kakaobutter und einiger anderer Qualitätsmerkmale.
Belgische Schokolade hat einen höheren Kakaogehalt als die meisten landfremden Produkte und sie enthält 100 % Kakaobutter. Traditionell verwenden belgische Schokoladenhersteller seit jeher qualitativ hochwertige Kakaobohnen, das sich im Geschmack bemerkbar macht.

Das Auge genießt mit

Belgische Chocolatiers sind besonders kreativ. Nirgendwo sonst in der Welt gibt es eine solch große Vielfalt neuer und vor allem köstlicher Aromen und Kombinationen. Von klassischen Pralinen bis hin zu gewagten und raffinierten Interpretationen mit exotischen Aromen. Belgische Chocolatiers sind wahre Trendsetter für Schokoladen-Design.

Schokolade erleben

In Belgien geht es nicht nur um das Kaufen von Schokolade. Es geht um eine ganze Reihe von verschiedenen, vielfältigen Erfahrungen: vom Besuch des Schokoladenmuseums, aktuellen Schokoladen-Routen und -Spaziergängen bis hin zu Verkostungen mit Chocolatiers, die ihr Handwerk lieben, und Workshops, in denen Teilnehmer ihre eigene Schokolade kreieren können. Im Jahr 2007 wurde der Belgian Chocolate Code entwickelt. Dieser Code garantiert, dass belgische Schokolade tatsächlich aus Belgien kommt.

Die größte Schokoladenfabrik der Welt steht in Wieze, Belgien. Dort befindet sich auch die erste von 17 Schokoladen-Akademien, die sich über die ganze Welt verteilen. Sie wurde kürzlich komplett umgebaut und ist nun das größte Akademie-Zentrum für Schokolade der Welt.